Zahlreiche Ereignisse und Meilensteine säumen den Weg unseres Familienunternehmens. Wir nehmen Sie mit auf die Zeitreise – angefangen bei der Firmengründung im Jahr 1900, über die Entwicklung der ersten Rinn Betonprodukte und verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung des Material- und Energieeinsatzes bis zu den aktuellen Highlights für ein zeitgemäßes Bauen. Pioniergeist und die Leidenschaft für Beton prägen Rinn seit Generationen. Heute beschäftigt das Familienunternehmen deutschlandweit über 500 Mitarbeitende und wird in der 4. und 5. Generation geführt.
125 Jahre Erfahrung und Innovation

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland um 1900 war von einer dynamischen Industrialisierung, einem wirtschaftlichen Aufschwung und sozialen Herausforderungen geprägt. Deutschland stieg zur zweitgrößten Industrienation der Welt auf. Die Nachfrage nach Baumaterialien war groß. Die wirtschaftliche Entwicklung und die Nachfrage nach Baumaterialien boten einen günstigen Rahmen für die Gründung eines Baugeschäfts.

der ersten Rohrrinne aus Beton
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Rohrrinnen oder Schlitzrinnen aus Beton hauptsächlich im Zusammenhang mit der rasanten Industrialisierung und Urbanisierung eingesetzt. Sie dienten vor allem zur effizienten Ableitung von Wasser und Abwässern in Städten, in der Landwirtschaft, in Industrieanlagen und Fabriken. Mit der Patentanmeldung für eine Rohrrinne aus Beton im Jahr 1908 legte Rinn einen frühen Grundstein für die Produktion von Betonwaren.
Ende der 1960er Jahre entwickelte sich die Bautätigkeit in verschiedenen Bereichen dynamisch. Der Bedarf an Wohnraum und Infrastruktur beeinflusste auch die Nachfrage nach Pflastersteinen. Für Rinn war die Zeit bereit, mit der Produktion von Pflastersteinen zu starten, die in vielen Bereichen eingesetzt werden konnten – ob für Gehwege oder Plätze im öffentlichen Bereich als auch im Hausgarten für Einfahrten und Terrassen.

Anfang der 1980er Jahre befand sich die Baubranche in einer Phase der Umorientierung, mit weniger Fokus auf Neubauten und mehr auf Sanierungen und Modernisierungen. Im Außenbereich waren hochwertige, natürliche Materialien wie Naturstein gefragt, und es setzte sich ein Trend zu ästhetischen und naturnahen Gartengestaltungen durch. Mit der Entwicklung und Produktion der rinnit® Pflastersteine erweiterte Rinn sein Sortiment von dekorativen und hochwertigen Betonsteinprodukten. Stahlsandstrahlen verleiht rinnit Produkten eine Naturstein-Optik. Für die jeweils gekennzeichneten rinnit® Produkte bietet Rinn eine 30-jährige Produktgarantie nach Maßgabe der geltenden Garantiebedingungen.

1983 eröffnete Rinn in Heuchelheim einen Ideengarten, in dem Besucherinnen und Besucher Betonsteinprodukte in gestalteten Außenanlagen erleben und Anregungen für eigene Bauvorhaben sammeln konnten.
für versickerungsfähiges Pflaster vor: Hydropor
Ende der 1980er Jahre entwickelte sich wasserdurchlässiges Pflaster zu einer Alternative für Außenflächen, auf denen Regenwasser versickern soll. Rinn führte 1988 das Hydropor-Programm ein. Die Entwicklung wasserdurchlässiger Pflastersysteme stand im Zusammenhang mit dem wachsenden Interesse an Lösungen für die Regenwasserbewirtschaftung in Städten. Die Idee, Pflastersteine so zu gestalten, dass Regenwasser durch sie hindurch in den Boden versickern kann, wurde damals populär, da Städte nach Lösungen suchten, um die Kanalisation zu entlasten und das Grundwasser zu schützen. Die genaue Verbreitung und Weiterentwicklung von wasserdurchlässigem Pflaster variierte regional, doch Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre wurde das Konzept von Bauunternehmen und Stadtplanern landesweit aufgegriffen und kontinuierlich verbessert.
Referenzprojekte in verschiedenen europäischen Ländern dokumentieren den Einsatz der Produkte in unterschiedlichen Außenanlagen. Die Einführung dieser Produkte war eine Reaktion auf die Nachfrage nach pflegeleichten und langlebigen Belägen, die auch unter Witterungseinflüssen und Verschmutzungen ansprechend bleiben. Diese innovative Beschichtung schützt die Oberfläche der Betonsteine vor Schmutz, Moos, Algen und Flecken und erleichtert die Reinigung. Rinn gibt auf den dauerhaften Schutz der beschichteten Produkte 20 Jahre Garantie.
Als Familienunternehmen beschäftigt sich Rinn mit den langfristigen Auswirkungen seiner unternehmerischen Entscheidungen. So beschloss das Unternehmen, sich in allen Bereichen – sozial, ökologisch und ökonomisch – nachhaltig auszurichten. Die 2011 entwickelte Nachhaltigkeitsstrategie umfasste Maßnahmen zur Personal- und Organisationsentwicklung sowie zur Verringerung der Umweltbelastungen in der Produktion und bei einzelnen Produkten. Dabei wurden auch die Rinn Mitarbeiter*innen einbezogen. Workshops und Trainings für alle Mitarbeitenden unterstützten die Umsetzung der Strategie.


2016 hatte Rinn das erste Produkt einer neuen Generation Betonstein auf den Markt gebracht: ein Pflasterstein, der zu 40 % aus hochwertigem Recycling-Granulat besteht. Der wasserdurchlässige Pflasterstein ist für Flächen konzipiert, auf denen Niederschlagswasser über die Pflasterkonstruktion versickern soll. Bei der Herstellung des Produkts setzt Rinn Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen ein. Die ermittelten Emissionen und gegebenenfalls vorgenommene Kompensationen werden in der zugehörigen Klimabilanz dokumentiert. Gleichzeitig weist er dieselbe höchste Herstell-, Verarbeitungs- und Nutzungsqualität auf, wie Steine ohne Recyclinganteil. Seit der Einführung des ersten Betonsteins mit Recyclinganteil hat Rinn das Sortiment um weitere Produkte mit Recyclingmaterial ergänzt.

Rinn wurde für sein unternehmerisches Engagement mehrfach ausgezeichnet. 2015 wurde Rinn für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert und zählte in der damaligen Wettbewerbsrunde zu den drei Finalisten in der Kategorie der mittelgroßen Unternehmen. Im Dezember 2017 wurde Rinn der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2018 in der Kategorie ‚mittelgroße Unternehmen‘ verliehen.

2021 erhielt Rinn als erstes Unternehmen für bestimmte Beton-Pflastersteine mit rezyklierten Gesteinskörnungen das Umweltzeichen Blauer Engel nach den damals geltenden Vergabekriterien. Die offizielle Übergabe der Urkunde fand am 23. Juli im Rinn Ideengarten Heuchelheim mit Dr. Alexander Janz und Outi Ilvonen vom Umweltbundesamt und Henning Scholtz vom Kennzeichnungs-Experten RAL statt. Zu den geladenen Gästen zählte auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Die mit dem Blauen Engel ausgezeichneten Betonsteine erfüllen die für diese Produktgruppe geltenden Vergabekriterien, unter anderem zu rezyklierten Gesteinskörnungen und zur Begrenzung relevanter Umweltauswirkungen.
Ein Einblick der offiziellen Übergabe des Blauen Engels








Als Unternehmen denken wir nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Die Entwicklung des ersten nahezu zementfreien Steins war daher ein logischer Schritt für uns. Mit dem Klimastein möchten wir den Einsatz zementreduzierter Betonrezepturen weiterentwickeln, um die damit verbundenen Umweltwirkungen zu verringern.
- Christian und Luisa Rinn






















